Der Schutz unserer Umwelt
"Global denken, lokal handeln".
Die weißen Sandstrände entlang der kristallklaren Lagunen gleißen im Sonnenlicht und bilden den idyllischen Hintergrund für einen perfekten Urlaub. Wiewohl dies nach den meisten Aspekten wahr ist, verdient doch die Verletzlichkeit unserer Umwelt, sowohl auf nationaler wie auch internationaler Ebene, immer mehr unsere Aufmerksamkeit. Die gefährdete maritime und terrestrische Umwelt, einschließlich der Riffe und biologischen Artenvielfalt, bedarf ständiger Pflege um nicht nachhaltig beeinträchtigt zu werden. Unsere wunderschönen Naturreserven stehen in direktem Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Dieses Bewusstsein hat viele Bedenken aufgeworfen und die Regierung hat deshalb umfangreiche Maßnahmen zum Schutz unserer Umwelt beschlossen.
1989 wurde ein erster ‚National Environmental Action Plan' kreiert,
der die Basis für künftige Aktionen bildet, um eine Gefährdung
der Umwelt zu vermeiden und die übermäßige Nutzung von Naturreserven
wurde eingeschränkt. So wurde zum Beispiel der Abbau von Korallen
in bestimmten Gebieten verboten. Schildkröten sind vom Aussterben
bedroht und deshalb ist es verboten sie zu töten; Besucher werden
gehalten, keine Gegenstände zu kaufen, die aus Schildkrötpanzern
gefertigt wurden. Die gesamte Hauptinsel ist von Uferdämmen umgeben,
eine Schutzmaßnahme um die Auswirkungen der drohenden Gefährdung
durch klimatische Veränderungen und Anstieg des Meeresspiegels
zu mindern. In verschiedenen Gebieten werden Regenerationsprogramme
für das Ökosystem durchgeführt und 1996 wurde vom Präsidenten
der Malediven, seiner Exzellenz Mr. Maumoon Abdul Gayyoom, ein
"Millionen Bäume Programm" ins Leben gerufen. Auf den Atollen
wurden kleine Baumschulen eingerichtet um das Programm landesweit
durchzuführen und es wurden mittlerweile im ganzen Land viele
Bäume ausgepflanzt um so "die Umwelt zu begrünen". Das auf einigen
Inseln praktizierte Sportfischen wird jetzt auf die "Kennzeichnen
und wieder Freilassen" Methode begrenzt.
Unabhängige Malediven, Saubere Malediven
1997 wurde eine Kampagne unter dem Motto "Unabhängige Malediven,
Saubere Malediven" gestartet und die ganze Nation beteiligte sich
am Sammeln und Säubern der Inseln von Müll. Und dieser Gedanke,
dass wir unsere Umwelt sauber halten wollen, besteht auch heute
noch unvermindert. Viele der Ressortinseln bewahren die natürliche
Vegetation und tragen so zu einer gesunden Umweltatmosphäre auf
den Inseln bei. Nachdem die effektive Müllentsorgung seit einigen
Jahren selbstverständlich geworden ist, werden nun Anstrengungen
unternommen, die Risiken von umweltbedingten Gesundheitsproblemen
zu mindern. Das Wiederverwertungskonzept wird stufenweise aufgebaut
und in der Landwirtschaft wird die Kompostierung schrittweise
eingeführt.
Die Malediven waren 1998 stolze Gastgeber einer Gesprächsrunde auf Ministerebene, eine Konferenz kleinerer Staaten über den Anstieg des Meeresspiegels, in der viele Aktionen gefordert wurden, die in der Deklaration von Malé zusammengefasst sind. Die Malediven nahmen 1990 aber auch an der Zweiten Weltklimakonferenz und dem Umweltgipfel 1992 in Rio de Janeiro teil. 1994 nahmen die Malediven an der Weltkonferenz für Nachhaltige Entwicklung kleiner Insel-Entwicklungsstaaten und 1997 an der Kioto-Konferenz teil. Ebenfalls 1997 wurde der ‚13. Zwischenstaatliche Ausschuss über Klimaveränderungen' auf den Malediven abgehalten. Zusätzlich zu diesen Konferenzen nahm die Regierung an kleineren Vorbereitungsbesprechungen zum Thema Umwelt teil.
Wie viele andere kleinen Staaten handeln auch die Malediven in Bezug auf Umweltangelegenheiten im Einklang mit dem Konzept "Global denken und lokal handeln".