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Der Fischmarkt von Malé

Das Hauptgewerbegebiet von Malé liegt an der ‚Waterfront' von Malé. Es ist der hauptsächliche Handelsumschlagsplatz und es herrscht den ganzen Tag lang emsige Betriebsamkeit. An der Waterfront und ihren Nebengassen kann man in den unzähligen Geschäften alle nur möglichen Waren kaufen. In dem Areal sind auch der Fischmarkt und er Wochenmarkt untergebracht, in der eine breite Palette einheimischer Produkte angeboten wird. Während einige der Dhonis getrockneten Fisch, frische Früchte und Gemüse von den Atollen ausladen, kann man andere dabei beobachten, wie sie mit Allem, von Nahrungsmitteln bis zu Baumaterialien beladen werden. Am Nachmittag, wenn die Dhonis beladen vom Fischfang zurückkommen, wird es noch ein bisschen turbulenter. Der Fang, der hauptsächlich aus Thunfisch besteht, wird über die Straße auf den Markt gebracht, der an den Seiten offen ist, und auf dem gefliesten Boden ausgebreitet. Und so schnell wie die Fische hineingebracht werden, werden sie auch wieder von Männern aus allen Gesellschaftsschichten hinausgetragen. Der Markt wird peinlich sauber gehalten, jeden Tag mit Wasser ausgespritzt und desinfiziert.

Das Islamische Zentrum

Das Islamische Zentrum ist das lebhafteste architektonische Merkmal von Malé. Die einzigartige goldene Kuppel überragt die Skyline majestätisch und man sieht sie, sobald man sich Malé nähert, egal aus welcher Richtung man kommt. Das Gebäude symbolisiert die Wichtigkeit des Islam, der seit Jahrhunderten über alle Lebensverhältnisse des Landes herrscht. Das Zentrum wurde 1984 fertig gestellt und besteht aus einer Moschee die groß genug für 5.000 Personen ist, eine Islamische Bibliothek, einen Konferenzraum, Klassenräume und Büros.

Der Wochenmarkt

Der Wochenmarkt liegt nur wenige Blöcke von Malés Fischmarkt entfernt am nördlichen Ufer und ist in kleine Stände unterteilt. Im Gegensatz zu den Aktivitäten in der restlichen Nachbarschaft ist die Atmosphäre hier friedvoller und weniger hektisch. Jeder Stand ist voll mit einer Vielzahl einheimischer Produkte, die vor allem von den Atollen stammen. Hier finden Sie die verschiedensten lokalen Gemüse, Früchte und Marmeladen, Süßigkeiten, Nüsse, Chips aus Brotfrucht, Flaschen hausgemachter süßer Getränke & Pickles und von den Dachbalken hängen Bananenbündel an Kokosseilen. In einem anderen Gebäude nebenan wird geräucherter und getrockneter Fisch verkauft.

Huskuru Miskiiy

Bis zur Inbetriebnahme des Islamischen Zentrums 1984 diente die Huskuru Miskiiy oder Freitagsmoschee seit der Bevölkerung von Malé im 17. Jahrhundert als ihre Hauptmoschee. Die 1656 von Sultan Ibrahim Iskandhar erbaute Moschee ist ein Meisterstück aus Korallenbögen und traditioneller Handwerksarbeit - wahrscheinlich die weltweit beste Darstellung von Korallenbögen. Die Wände der Moschee wurden aus filigran bearbeiteten Korallenblöcken zusammengesetzt. Schwere hölzerne Tore öffnen sich zu den inneren Heiligtümern, die mit hölzernen Lampen und Täfelungen mit mühevoll eingravierten Arabischen Handschriften geschmückt sind. Die Moschee wird von einem Friedhof umgeben auf dem unzählige Grabsteine aus fein bearbeiteten Korallenbögen zu finden sind. Das Munnaaru oder Minarett, das 1675 vom selben Sultan an der Vorderseite der Moschee erbaut worden war, diente dazu, die Gläubigen zum Gebet zu rufen.

Mulee-aage

Direkt gegenüber der Hukuru Miskiiy steht der Mulee-aage, ein Palast der 1906 durch Sultan Mohamed Shamsuddeen III erbaut wurde und ein Haus ersetzte, das Mitte des 17. Jahrhunderts errichtet worden war. Der Palast mit seinen geschwungenen Eisentoren, den durchbrochen Friesen auf den Dachkanten und schön angelegtem Garten sollte für seinen Sohn sein - aber der Sultan wurde vorher abgesetzt. Während des 2. Weltkriegs wurde der Garten für den Gemüseanbau genutzt, um Lebensmittelknappheiten auszugleichen. Von 1953, als die Malediven eine Republik wurden, bis zum Bau eines Präsidentenpalastes 1994 diente dieser Palast als offizielle Residenz des Präsidenten. Jetzt beherbergt der Mulee-aage das Büro des Präsidenten.

Das Nationalmuseum

Das Nationalmuseum ist im einzigen Gebäude untergebracht, das vom früheren Sultanspalast erhalten ist, der ansonsten in den Sultans Park umgewandelt wurde. Es ist ein dreistöckiges Gebäude im Edwardianischen Kolonialstil (Jugendstil), dessen wenig beeindruckendes Äußeres nicht auf die erstaunliche Sammlungen im Inneren schließen lässt. Die Gegenstände, die hier ausgestellt werden, reichen von Thronen und Sänften der früheren Sultane, über die erste Druckpresse des Landes, das im 16. Jahrhundert von Mohamed Thakurufaanu bei seinen Kämpfen mit den Portugiesen benützte Gewehr, festliche Roben, Kopfbedeckungen und Schirme der Sultane bis zu Statuen und anderen Figuren aus dem 11. Jahrhundert, die aus früheren Tempeln ausgegraben worden waren. Eine Vielfalt von Kunstarbeiten früherer Zeiten gibt einen Überblick über die einzigartige und reiche Kultur und Geschichte dieser Inselnation. Ein Besuch des Museums gibt einen Einblick in die Reichhaltigkeit der Geschichte, die von den meisten Besuchern nicht so vermutet worden wäre. Wer dies gesehen hat, sieht die Malediven nicht mehr nur mit den Augen eines Urlaubsziels. Das Museum ist täglich, mit Ausnahme von Freitagen und gesetzlichen Feiertagen, von 9:00 bis 11:40 und 15:00 bis 17:40 geöffnet. Es muss ein geringfügiger Eintritt bezahlt werden.

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